Ausleitungsverfahren

        

Abhyangamassage
            

Abhyanga ist eine Form der Ganzkörpermassage die mit erwärmtem Pflanzen-Öl ausgeführt wird. Es ist eine sanfte Massage die die Entgif-tungskanäle des Körpers öffnet und dadurch entgiftend und ausleitend so-wohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene wirkt. 


Aderlass

Der Aderlass ist ein klassisches bereits seit der Antike bekanntes  Therapieverfahren bei dem man über eine Vene eine bestimmte Menge Blut (ca. 50-150 ml) frei ausfließen lässt. Durch den Einstich und das freie 

fließen des Blutes erleidet der Körper einen kleinen Schock durch den körpereigene Mechanismen aktiviert und Schlacken sowie Giftstoffe aus-geleitet werden. Er ist ein entgiftendes Verfahren dass das Immunsystem stimuliert und den Stoffwechsel sowie andere Körperfunktionen reguliert. Eingesetzt wird der Aderlass bei Krankheitszuständen bei denen von einem verursachenden Blutüberschuss ausgegangen wird. Dies sind z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Ohrensausen, Neigung zu Entzündungen, Hepatitis, Asthma aber auch bei Depressionen und Psy-chosen kann ein Aderlass helfend eingesetzt werden. 

 

Baunscheidtieren

Baunscheidtieren, auch Akupunktur des Westens genannt, stellt ein flächenhaft wirkendes Reflexverfahren dar, mit dem zusätzlich ausleitende Effekte über die Haut erzielt werden. Durch das verwendete Baunscheid-tiergerät wird die Hautoberfläche leicht angeritzt und anschließend die Stichporen mit einem speziellen Öl eingerieben. Dies bewirkt eine ver-besserte Durchblutung und Ausscheidung von Giftstoffen.

Das Baunscheidtieren kann u.a. bei rheum. Erkrankungen, Arthrosen, Gelenkserkrankungen, hormonellen Störungen eingesetzt werden.

 

Blutegel

Die Blutegeltherapie ist eines der ältesten bekannten Naturheilverfahren. Bei dieser Therapie werden Blutegel abhängig von der jeweiligen Er-krankung, an geeigneten Stellen des Körpers angesetzt. Der Blutegel saugt sich fest und saugt ca. 15 ml Blut an bis er von selbst loslässt und abfällt. Dieser Vorgang ist weitestgehend schmerzfrei. Während des Saugvorganges wird ein Sekret abgesondert das u.a. gerinnungs- und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Einsatzgebiete s. Blutegeltherapie.

 

Cantharidenpflaster 

Das Cantharidenpflaster gehört zu den blasenziehenden Mitteln mit denen eine Ausleitung von Giftstoffen über die Haut erzielt wird. Das mit Cantharis bestrichene Pflaster wird auf die Haut aufgelegt und verbleibt dort in der Regel für 8 bis 24 Stunden. Das betroffene Hautgebiet wird gereizt und es bildet sich eine mit flüssigem Sekret gefüllte Blase. Dieses in der Blase enthaltene Gewebswasser das die ausgeleiteten schädlichen Substanzen enthält, wird anschließend mit einer Spritze abgesaugt. Das Cantharidenpflaster regt den Lymphfluss und damit den Stoffwechsel an und wirkt durchblutungsfördernd.

Eingesetzt werden kann das Pflaster z.B. bei Beschwerden an der Wirbel-säule, nach einem Hexenschuss, bei Arthrose, Gichtgelenken, Schwindel, Tinnitus, Mittelohrentzündung usw.

 

Schröpfen / Schröpfkopfmassagen

Beim Schröpfen werden Schröpfgläser mit Hilfe von Unterdruck auf bestimmte Körperzonen aufgebracht. Der erforderliche Unterdruck wird durch verschiedene Verfahren z.B. mittels Feuer oder einer speziellen Pumpe im Inneren des Glases erzeugt. Diese traditionelle Heilmethode beeinflusst über die behandelten Reflexzonen innere Organe und regt den Körper zur Ausleitung von Schlacken und Giftstoffen an.

Einsatzgebiete v.a. Durchblutungsstörungen, Rückenschmerzen, Ischias, Hexenschuss, Verspannungen, Funktionsstörungen von Niere, Blase, Darm etc.